Warum Yoga?

Zugegeben - Es war alles andere als Liebe auf den ersten Blick. Ich suchte eigentlich immer nach körperlicher Herausforderung. Es sollte schon zur Sache gehen... damit ich anschließend doch auch deutlich spüren konnte, etwas getan zu haben. Yoga ist da doch viel zu lasch, dachte ich. Zudem war ich durch meinen sportlichen Hintergrund sehr an den Leistungsgedanken gewöhnt. Etwas "NICHT Messbares" zu praktizieren erschien mir nahezu demotivierend.

Auch die ersten Kurse (angefangen mit einem Yogakurs im Kampfsportstudio) rissen mich noch nicht vom Hocker, obwohl sich meine Meinung über Yoga da schon änderte. Einige unserer Schwergewichtsboxer, die zum Yoga üben verdonnert wurden, kamen aus dem Schwitzen und Zittern nicht mehr heraus. Offensichtlich hatten die sich das auch anders vorgestellt. Während einer abschließenden Meditation dachte ich nur "Wie soll ich mich bitte nur auf mich in diesem Moment konzentrieren, wenn ich doch noch dies und jenes direkt im Anschluss erledigen und planen muss." Die innere Unruhe siegte...

Zumindest zeitweise, denn die Phase nach der Geburt meiner ersten Tochter gab dem Ganzen noch eine weitere Chance. Yoga ermöglichte mir schließlich einen sanften Einstieg, währenddessen ich andere Sportarten noch lange nicht ausüben konnte und diese sich wesentlich schwieriger auf einen ausreichend geringen Level reduzieren ließen. Nach einer Weile schätzte ich es auch, Yoga mit meinem Baby, jederzeit und auch zu Hause üben zu können. So nahm das Ganze seinen Lauf...

Heute interessiere ich mich grundsätzlich für alle Stile und Facetten des Yoga und lasse mich gerne neu inspirieren. Mein persönlicher Fokus bewegt sich jedoch Richtung Ashtanga / Vinyasa Flow und deckt sich hervorragend mit meinen anfänglichen Ansprüchen. Ich habe darin die perfekte Ergänzung für mich als Sportler gefunden und bin davon überzeugt, dass jeder seinen passenden Stil im Yoga finden kann.